Jugend gründet zu Gast im Europaseminar

Im Europaseminars waren Vertreter von Jugend gründet zu Besuch, um das bundesweite Existenzgründungs- und Planspielprojekt vorzustellen. An der Veranstaltung nahmen LiV aus den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung sowie Metalltechnik gemeinsam mit den Ausbildungskräften Klaus Oehmann, Barbara Rustige und Angelina Kretschmer teil.

Zu Beginn stellten die Referierenden das Konzept von Jugend gründet und die verschiedenen Wettbewerbsphasen anschaulich vor. In der anschließenden Ideenfindungsphase entwickelten die Teilnehmenden erste Konzepte für mögliche Start-up-Ideen und setzten sich mit unternehmerischem Denken und kreativen Lösungsansätzen auseinander.

Im weiteren Verlauf konnten die LiV in einer Planspielphase wirtschaftliche Zusammenhänge praktisch erproben und ihr unternehmerisches Handeln unter Beweis stellen. Dabei standen strategische Entscheidungen, wirtschaftliches Denken und Teamarbeit im Mittelpunkt.

Zum Abschluss berichtete Frank Wagner, Beauftragter für Hessen, aus langjährigen Erfahrungen mit dem Wettbewerb an Schulen und stellte erfolgreiche Praxisbeispiele vor. Gleichzeitig warb er für eine zukünftige Teilnahme an Jugend gründet.

Die Veranstaltung bot vielfältige Einblicke in wirtschaftliche Gründungsprozesse und wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen. Für das kommende Jahr ist eine Wiederholung mit einer größeren Teilnehmerzahl vorgesehen.

Werksbesichtigung bei SW-MOTECH

Gemeinsam mit den Wirtschafts-LiV und Metall-LiV besuchten die Ausbildungskräfte Angelina Kretschmer, Barbara Rustige und Carsten Klein das Unternehmen SW-MOTECH in Rauschenberg. Ziel der Betriebsbesichtigung war es, praxisnahe Einblicke in moderne Unternehmens- und Produktionsprozesse zu erhalten und diese für den schulischen Unterricht nutzbar zu machen.
Die jeweiligen Bereichsleiter des Unternehmens ermöglichten den Teilnehmenden spannende Einblicke in die unterschiedlichen Abteilungen. Besichtigt wurden unter anderem die Produktion, die Entwicklungsabteilung, das Lager sowie die Qualitätskontrolle. Besonders eindrucksvoll war der direkte Einblick „an der Linie“, bei dem die einzelnen Produktionsschritte und Arbeitsabläufe unmittelbar erlebt werden konnten.
Im Anschluss fand ein Austausch mit der Personalverantwortlichen des Unternehmens statt. Dabei standen insbesondere die Themen Ausbildung, Betreuung von Auszubildenden sowie Möglichkeiten für Praktika im Mittelpunkt. Der offene Dialog bot wertvolle Informationen über Anforderungen und Perspektiven in der beruflichen Praxis.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Showrooms, in dem die fertigen Produkte des Unternehmens vorgestellt und erläutert wurden. Dadurch wurde der gesamte Prozess – von der Entwicklung bis zum fertigen Produkt – anschaulich nachvollziehbar.
Im Nachgang reflektierten die LiV gemeinsam, wie sich eine solche Betriebsbesichtigung sinnvoll in den Unterricht integrieren lässt. Erste Ideen und Konzepte für die praktische Umsetzung wurden bereits entwickelt. Die Exkursion bot somit nicht nur interessante Einblicke in die Arbeitswelt, sondern auch zahlreiche Impulse für einen praxisorientierten Unterricht.

Lehrkräftebildung trifft Haute Couture – Erkundung der Modemetropole Paris

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchten die LiV Anna Nitsch und ihre Ausbilderin Ande Moll im Berufsfeld Textiltechnik und Bekleidung am 21. und 22. Januar 2026 die Modemetropole Paris, die große Stadt der Mode, der Models, der Fashionistas und der großen Labels.

Ziel war es, im Sinne einer zukunftsorientierten Lehrkräftebildung außerschulische Lernorte zu erkunden und europäische Modekultur und deren Präsentation praxisnah zu erleben.

Der erste Tag führte in die Fondation Azzedine Alaïa. Die Ausstellung zeigte Meisterwerke von Alaïa und Dior – zwei Modeschöpfern, die die Haute Couture auf unterschiedliche, aber eng verbundene Weise prägten. Die Teilnehmenden analysierten Formen, Materialien und handwerkliche Details der Haute Couture und diskutierten unterschiedliche pädagogische Zugänge, um Modegeschichte und Handwerk im Unterricht erfahrbar zu machen. Beim anschließenden Store-Check von Secondhand-Designerboutiquen und dem Streifzug durch das Marais-Viertel erlebten sie den kreativen Puls der Stadt – von exklusivem Design zu Streetstyles, von Concept Stores zum Lifestyle Kaufhauses BHV.

Am zweiten Tag stand das Palais Galliera, das Pariser Mode­museum, auf dem Programm. Die Ausstellung „Weaving, embroidering, embellishing – The Crafts and Trades of Fashion“ zeigte Kleidung vom 17. Jahrhundert bis heute – von kunstvollen Stickereien über Druck- und Webtechniken bis zu modernen Interpretationen floraler Motive. Diese Zeitreise verdeutlichte, wie sich Modetrends und Handwerk in europäischen Kontexten wandeln und gegenseitig beeinflussen. Ergänzt wurde der Tag durch den Besuch der berühmten (und weltweit teuersten) Modestraßen Rue Saint Honoré, Champs Elysees und Avenue Montaigne, wo internationale Designhäuser wie Dior, Givenchy, Louis Vuitton, Hermes und Prada ihre Stammhäuser haben. Das Couture-Stoffhaus Janssen et Janssen, das mit hochwertigen Couture-Stoffen tiefe Einblicke in die Materialkunde bot, inspirierte zur Erstellung eigener Kreationen und schloss die Paris Erkundung ab.

Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie sich Mode, Kultur und Bildung europäisch vernetzen. Mit zahlreichen neuen, sowie inspirierenden Eindrücken und Ideen für einen praxisnahen, kulturübergreifenden Fachunterricht kehrten die Teilnehmenden inspiriert zurück. Der LiV eröffneten sich vielfältige Perspektiven mit Lernenden im Rahmen einer Erkundung insbesondere berufsspezifisches, selbstgesteuertes und aktives Lernen anzuregen und zu fördern.