Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung (GOBeL)

Das Entwicklungsprojekt Gießener Offensive Berufliche Lehrerbildung (GOBeL) https://www.uni-giessen.de/gobel wird von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) geleitet. Das Europa-Studienseminar und auch die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) sind Partner in dieser Kooperation.

Hintergrund der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Arbeit im Kooperationsrat https://www.uni-giessen.de/zfl/kooperationsrat sowie der Lehrerinnenmangel und Lehrermangel an beruflichen Schulen, insbesondere in den Berufsfeldern Metalltechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik. Inhaltlich geht es um die regionale Vernetzung zwischen beruflichen Schulen und Hochschulen, die Professionalisierung der Ausbildungsphasen und die breitere Anerkennung von Vorerfahrungen, z.B. in Form einer beruflichen Ausbildung.

Die verschiedenen Einzelvorhaben zielen einerseits auf eine Herabsetzung des Drop Out bei den Studiengängen in der beruflichen Lehrerbildung sowie die Erhöhung der Quote der Absolventinnen und Absolventen. Andererseits geht es um die Erarbeitung fachdidaktischer Konzeptionen für die beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik. Gleichwohl werden Quereinstiegsmodelle konzipiert und umgesetzt, um dem Lehrerinnenmangel und Lehrermangel in diesen Berufsfeldern entgegenzuwirken.

Allen Maßnahmen liegt das Verständnis eines doppelten Praxistransfers zugrunde. Durch die Beteiligung am Kooperationsrat wird der fachliche Austausch institutionsübergreifend sichergestellt.

GOBeL

Das Europa-Studienseminar wird in dieser Projektarbeit vertreten durch Micha Wiener, Kerstin Streiff und Mario Rompel.

Ein Praxistag im Europa-Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen.

Am 23.06.2021 fand ein Praxistag im Europaseminar statt. Geladen waren sieben Gäste der Justus-Liebig-Universität, die im Rahmen der Kooperation GOBeL an verschiedenen Ausbildungsveranstaltungen teilnahmen. Die Ausbildungskräfte für die Berufsfelder Textiltechnik und Bekleidung, Ernährung und Hauswirtschaft, Metalltechnik und Elektrotechnik öffneten die Veranstaltungen für die Gäste. Die Beobachtungen und Erfahrungen wurden anschließend ausgewertet unter der Moderation von Micha Wiener, Mario Rompel und Kerstin Streiff.

Die Gäste beobachteten strukturiertes Arbeiten in angenehmer Atmosphäre und gelebte Feedbackkultur. Sie konnten die Vielfalt der beruflichen Bildung und die Heterogenität der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und deren Arbeitsbedingungen erleben. Die nächsten Schritte im Rahmen dieser Kooperation sind Unterrichtshospitationen und die gemeinsame Planung von Unterricht sowie die Nutzung und didaktische Verankerung außerschulischer Lernorte.