Erasmus+ Projekte – Leitaktion 1

Erasmus + – Leitaktion 1 – Projekte 2022/ 2023

Durch die Akkreditierung des Europaseminars Gießen können nun im Schuljahr 2022 / 2023 Ausbildungskräfte und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst Schulhospitationen / Schulpraktika und Job-Shadowing im europäischen Ausland durchführen.
Die Themen wie Demokratiebildung, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Lernen und Arbeiten in Europa, neue pädagogische Konzepte, Salutogenese, Inklusion und Digitalisierung stehen dabei im Vordergrund und sollen bei den Schulerkundungen bearbeitet werden.
Eine solche Auslandsmobilität im europäischen Ausland soll den Horizont für den eigenen Unterricht und die Schulentwicklung, aber auch über die jeweilige Kultur im Ausland, erweitern.
Ziel ist es, das Erkundete an der Schule und im besuchten Unterricht im europäischen Ausland zu reflektieren und Positives in die eigene Arbeit als Lehrkraft und in die eigene berufliche Schule zu überführen.
Siebzehn Ausbildungskräfte erkundeten in diesem Rahmen die Emma Hellenstainer Schule (Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe) Brixen.
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst werden im laufenden Schuljahr Praktika und Hospitationen sowie Job-Shadowing an diversen Schulen im europäischen Ausland durchführen. Berichte dazu werden im Anschluss veröffentlicht.

Ausbildungskräfte des Europa-Studienseminars erkunden die Emma Hellenstainer Schule in Brixen

„Lernen in Eigenverantwortung“ ist das pädagogisch, didaktische Konzept, das an der Emma Hellenstainer Schule (Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe) in Brixen im Unterricht zur Anwendung kommt.
Dieses Konzept konnten die Ausbildungskräfte des Europaseminars bei einer Erasmus +– Fortbildung erkunden.
Im Zentrum dieses Konzeptes steht das selbständige Lernen und Arbeiten der Lernenden. Es beinhaltet kurze Inputphasen mit intensiven Phasen des selbstorganisierten Lernens. Schülerinnen und Schüler übernehmen auf diese Weise viel Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. Bereits seit zehn Jahren wird an und mit diesem Konzept gearbeitet und es wird stetig weiterentwickelt.
Im Rahmen der Schulerkundung fanden Gespräche mit der Schulleitung und dem Kollegium statt. Themen dazu waren unter anderen die pädagogische Konzeption der Schule, die Digitalisierung in Schule und Unterricht, die zukünftige europäische Zusammenarbeit und die Verbindung von Theorie und Praxis in der Berufsausbildung.
Dem Schulbesuch folgte ein intensiver Austausch auf Seiten der Ausbildungskräfte. Das Erkundete wurde reflektiert, evaluiert und Überlegungen wurden angebracht, wie sich dieses Konzept des „Lernens in Eigenverantwortung“ in den Modulen und Veranstaltungen im Seminaralltag und ebenso im Unterricht an beruflichen Schulen verankern lässt.
Zudem wurden Ideen für die Portfolioarbeit in der Lehrkräfteausbildung entwickelt. Die Neuausrichtung der Europa-Arbeit und zukünftige Erasmus + – Mobilitäten wurden ebenfalls thematisiert.

Europa-Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen kooperiert mit der Haaga-Helia-Universität in Helsinki

Titel: Berufliche Bildung 4.0: Transnationale phasenübergreifende Kooperation zur Weiterentwicklung medienbasierter Unterrichtsarrangements in der Modularbeit „Erziehen, Beraten und Betreuen“ (EBB) und „Diagnostizieren, Fördern und Beurteilen“ (DFB).

Finnland ist als eines der führenden Länder beim PISA-Vergleich ein begehrtes Ziel, um zu erkunden, warum dieses Land so erfolgreich im Bereich der Bildung ist. 

Fragen, die sich uns stellen sind: 

  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede existieren bei der Lehrerausbildung von Finnland und Deutschland (hier Hessen)?
  • Wie findet Lehrerausbildung medial statt? 

Bildung 4.0 ist das angestrebte Ziel.

Eine erste Mobilität fand im Januar 2020 statt. Weitere Mobilitäten konnten aufgrund der Pandemiesituation nicht durchgeführt werden. Stattdessen trafen sich die Projektpartner mit Bildungseinrichtungen in Oslo, Linz und Pretoria am 24.03.2021 in einem internationalen Webinar, um über die Lehrerausbildung in Zeiten von Covid-19 zu sprechen.

Zudem fand ein digitaler Workshop am 2. Dezember 2021, organisiert von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst des Europaseminars mit Ausbildungskräften, statt. Durchgeführt mit Studierenden und Dozenten der Haaga-Helia-Universität Helsinki zum Thema: Digitale Didaktik in Lehre und Ausbildung.

Ende Mai 2022 ist das Projekt zu Ende und wir haben trotz Corona gute Ergebnisse erzielt. Leider konnte nur eine Mobilität in Real durchgeführt werden, aber diverse Onlinetreffen und ein Webinar und ein Online-Workshop fanden statt. Die Kooperation mit der Haaga-Helia Universität Helsinki soll weitergeführt werden.

Hier Auszüge aus den Ergebnissen:

  • Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Potentiale der jeweiligen Ausbildungssysteme wurden sichtbar
  • Sicherer Umgang mit verschiedenen Videokonferenzsystemen (Teams, ZOOM) Lernplattformen (Teams, Moodle) und kreativer Onlinetools (Padlet, Taskards, Edkimo, Mentimeter, Miroboard etc. )
  • Nutzung digitaler Tools im Seminar und in der Schule
  • Entwicklung von Konzepten für hybrides Lehren und Lernen
  • Professionelle Darstellung der Ausbildungsarbeit in Englisch
  • Kreative Teamerfahrung
  • Entwicklung und Nutzung eines Corporate Design bei digitalen Meetings
  • Interkulturelles Lernen motiviert die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst internationale Zusammenarbeit fortzusetzen.
  • In authentischen Situationen haben alle Teilnehmenden den Mut in der Fremdsprache zu kommunizieren
  • Erfahrungen bei der Organisation und Durchführung von internationalen, digitalen Begegnungen schaffen die Kompetenz, ähnliche internationale Meetings digital selbst zu organisieren und zu leiten.
  • Der Raum als dritte Pädagoge ist ein wichtiger Bestandteil der finnischen Ausbildungsarbeit. Elemente dieser Didaktik wurden auch im Studienseminar bei der Gestaltung des Zimmers für die Ausbildungskräfte umgesetzt.

Gefördert durch: EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung

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